Preusker Bibliothek e.V.
Karl-Preusker-Bücherei
K. B. Preusker
 
  Karl Benjamin Preusker war der Begründer der ersten deutschen Volksbücherei  
 
 

Auf den zweiten Blick

Stadtbibliothek Warschau stellt aus

"Warschau in Sepiatönen" in der Karl-Preusker-Bücherei


"Warschau in Sepiatönen" hieß die Ausstellung, die vom 02. März bis zum 13. April 2006 in der Karl-Preusker-Bücherei und im Rathaus gezeigt wurde. Das Wort "sepia" kommt aus dem Griechischen und bedeutet graubraunschwarz. Dieser Farbton ist typisch für die alte klassische Fotografie. Ein Hauch von Sepia durchweht ab heute auch die Karl-Preusker-Bücherei und das Rathaus. Im Rahmen des Deutsch-Polnischen Jahres wird die Fotoausstellung Warschau und seine Bevölkerung im 19. Jahrhundert zeigen. Die Stadtbibliothek Warschau hat diese Ausstellung zur Verfügung gestellt und präsentiert damit die fotografische Sammlung ihrer Abteilung für Kunst und Kunstgewerbe.

Seit der Gründung der Stadtbibliothek Warschau 1907 sammelt die Bibliothek Fotografien, die einzeln oder in Sammelalben in ihre Bestände gelangten. Die Fotos gehörten zum Nachlaß zahlreicher Spender, die ihre bibliothekarischen und ikonographischen Sammlungen sowie ihre persönlichen Andenken und Briefwechsel der Stadtbibliothek überließen. Mehr als 1.600 Fotografien gehören inzwischen zum Bestand der Stadtbibliothek. "Die Bilder wurden in bekannten Warschauer Ateliers wie z.B. den Ateliers von Karol Beyer, Jan Mieczkowski, Konrad Brandel, Karoli und Pusch, Kostka und Mulert sowie Kloch und Dutkiewicz aufgenommen und hergestellt", so Maciej Lokaj, Leiter der Stadtbibliothek Warschau. "Mit ihren Motiven sind sie überaus wertvoll für die Stadtgeschichte und tragen dazu bei, das Wissen um Warschau und seine Bewohner vor einhundert Jahren zu erweitern und zu ergänzen."

Die Ausstellung war ein Gemeinschaftsprojekt der Stadtbibliothek in Warschau und der Karl-Preusker-Bücherei in Großenhain. Eine gute Gelegenheit, eine nicht so bekannte Seite unseres Nachbarlandes, Eindrücke von Polens größter Metropole und seiner Bewohner Ende des 19. Jahrhunderts kennen zu lernen.
Die Ausstellung war damit ein Teil des Deutsch-Polnischen Jahres. Von Mai 2005 (60. Jahrestag des Kriegsendes) bis Mai 2006 (15. Jahrestag des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrages) präsentierten Deutschland und Polen im jeweiligen Nachbarland eine große Anzahl kultureller und gesellschaftlicher Veranstaltungen. Nachdem die deutsch-polnische Nachbarschaft bereits in den letzten 15 Jahren auf allen Ebenen mit neuem Leben bereichert wurde, leistete die Fotoausstellung "Warschau in Sepiatönen" einen weiteren kleinen Beitrag dazu. Mit der Ausstellung bot sich den Besuchern von Rathaus und Karl-Preusker-Bücherei eine seltene Gelegenheit, Polens größte Metropole und ihre einstigen Bewohner in eindrucksvollen Bildern kennen zu lernen.

 
 
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